Termine für den Raum Tübingen


Ich bin Judith Engelke und leite die Gruppe im Raum Tübingen.
Wann immer ich länger raus komme, bin ich mit dem Zelt in Europa unterwegs.
Wieder daheim begeistert es mich dann, was man auch in Tübingen vor der Haustür alles entdecken kann. Ich freue mich drauf, mit euch und spannenden Artexpert*innen noch mehr zu erkunden!
Sobald die Corona-Kontaktbeschränkungen vorbei sind, werden hier die Termine mitgeteilt.
Mach mit in der Gruppe im Raum Tübingen

Termine für den Raum Stuttgart


Ich bin Pauline Pfeiffer (25), die Gruppenkoordinatorin für den Raum Stuttgart und arbeite als Doktorandin in der Insektenkunde im Naturkundemuseum in Stuttgart. Ich habe Agrarbiologie und Ökologie studiert, da ich unbedingt verstehen wollte und immer noch will, wie die Prozesse in der Natur funktionieren, um sie schützen zu können. Egal, ob es sich um Sport machen handelt, fotografieren, Geocaching, Pflanzen bestimmen, die gute Luft und Ruhe im Wald genießen oder einfach nur mit meinem Hund Gassi gehen, bin ich wahnsinnig gerne draußen. Ich hoffe, in diesem Projekt kann ich diese Freude an der Natur an euch weitergeben und dazu beitragen, dass aus euch echte Artenkenner werden. Denn angesichts des Klimawandels und Artensterbens braucht die Natur solch interessierte und engagierte junge Menschen wie euch!
Sobald die Corona-Kontaktbeschränkungen vorbei sind, werden hier die Termine mitgeteilt.
Meldet euch an für die Gruppe in Stuttgart!

Termine für den Raum Karlsruhe

Willkommen in der Gruppe für den Raum Karlsruhe!


Ich heiße Stefano Marci und bin Biologe. Mir macht es große Freude, immer Neues von unserer Welt zu entdecken und jeder Gang in die Natur bringt mich dem Wunder des Lebens näher. Ich halte es für sehr wertvoll die Natur kennen und lieben zu lernen, als Voraussetzung, um sie zu respektieren und langfristig zu schützen. Schon vor der eigenen Haustür gibt es jede Menge Spannendes zu entdecken.Komm mit und erkunde mit unserer Karlsruher Gruppe Tiere und Pflanzen in der Umgebung!
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Meldet euch an für die Gruppe in Karlsruhe

Arten lernen (mit Quiz)

Bilder im Quiz zur Artenkenntnis

Der Naturschutzbund (NABU) und der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) bieten regelmäßig naturkundliche Führungen an. Bitte erkundigen Sie sich bei Ihre Ortsgruppe.

Außerdem gibt es noch zahlreiche andere Organisationen, die Artenkenntnisse vermitteln:

Cover

Blühende Naturparke: Wie lege ich eine Blühwiese an, was wächst dort, welche Tiere leben hier. Die Blühfibel soll Kinder zum Entdecken und Lernen anregen. mehr

Wälderakademie Hotzenwald, Schwarzwald: naturkundliche Führungen im Naturpark Hotzenwald – Arten im Wald, Mooren, Gewässern und Wuhren (künstliche Wasserläufe) kennenlernen. mehr

Check deine Artenkenntnis!

Bilder im Quiz zur Artenkenntnis
Die Auflösung finden Sie unter naturgucker.de (nicht vorher spickeln!)

Landesnaturschutzverband startet „Initiative Artenkenntnis“

  • Artenkennerinnen und -kenner sind vom Aussterben bedroht
  • Wissenserosion gefährdet Planungs- und Naturschutzarbeit
  • Ministerpräsident Kretschmann ist Schirmherr

Neben vielen Tier- und Pflanzenarten drohen auch die Fachleute auszusterben, die sich mit diesen Arten auskennen. Daher hat der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV) am Montag die „Initiative Artenkenntnis“ gestartet. Schirmherr ist Ministerpräsident Winfried Kretschmann. „Unser Ziel ist es, Menschen an die Artenvielfalt heranzuführen und die Ausbildung in diesem grundlegendsten Bereich der Biologie und der Ökologie endlich wieder zu verbessern – vom Kindergarten bis zur Universität“, sagt der LNV-Vorsitzende Dr. Gerhard Bronner. Dazu formt der LNV ein breites Netzwerk, betreibt Lobbyarbeit und startet eigene Projekte wie jetzt „Youth in Nature“.

Planungsbüros suchen händeringend Artenkenner

Wer sich bei Planungsbüros und in der Naturschutzverwaltung erkundigt, wie gut sie ihren Bedarf an neuen Mitarbeitenden mit fundierten Artenkenntnissen decken können, erhält meist ähnliche Antworten: Schwierig. „Es gibt leider keine umfassende Untersuchung zum Niedergang der Taxonomie in Baden-Württemberg – noch nicht. Mit unserer Initiative wollen wir das ändern“, sagt LNV-Chef Bronner. „Aber was wir heute schon wissen, ist alarmierend.“ Taxonomie ist die Lehre von der Klassifizierung der Arten.

Bereits 2016 hatte der LNV eine Umfrage unter Planern und in den Naturschutzbehörden gestartet. Das Ergebnis auch hier: Qualifizierte Bewerberinnen und Bewerber mit Arten- und Kartierkenntnissen sowie landschaftsplanerischen Fähigkeiten sind in Baden-Württemberg selten. Deutschlandweit sieht es nicht besser aus.

Ein Fünftel weniger Artenkenner als vor 20 Jahren

Wer in Zeiten des Insektensterbens etwa nach Käfer-Fachleuten sucht, muss geduldig sein. Spezialisten gibt es nur für rund die Hälfte der heimischen Käferfamilien. Lediglich rund 20 Personen in Deutschland erkennen alle 550 Arten von Laufkäfern. Viele davon sind betagte Senioren. Stechmücken können nur von einem guten Dutzend Personen bis auf Artniveau bestimmt werden. Insgesamt ergab eine Befragung, dass in den vergangenen 20 Jahren die Gruppe der Artenkenner um 21 Prozent geschrumpft ist.

Professor Dr. Albert Reif beklagt das Fehlen von Artenkenntnis

„Die Taxonomie droht zu einer Art Geheimwissenschaft zu werden“, warnt auch Professor Dr. Albert Reif, der ehemalige Leiter der Professur für Standorts- und Vegetationskunde der Universität Freiburg, der die Initiative für den LNV koordiniert. „Ohne fundiertes Artenwissen ist es jedoch nicht möglich, Bauprojekte rechtssicher zu planen und Schutzgebiete zu entwickeln. Der gesamte Schutz der Biodiversität ist infrage gestellt.“ Die meisten Hochschulen haben in den vergangenen Jahren den Bereich Taxonomie heruntergefahren und Stellen abgebaut. Stattdessen konzentrieren sie sich auf neuere und prestigeträchtigere Themenfelder, etwa Genetik und Mikrobiologie. Die Folge: Auch an den Hochschulen selbst mangelt es oft an Artenwissen.

Wissenserosion auf breiter Front

Doch nicht nur an der Spitze gibt es eine Wissenserosion. Auch in der Breite beobachten Naturschutzverbände, dass selbst häufige Tier- und Pflanzenarten nicht mehr erkannt werden. „Dabei haben nach wie vor viele Kinder und Jugendliche ein großes Interesse an der Natur“, sagt Bronner. „Wenn sich allerdings Eltern und Lehrer selbst nicht auskennen, können sie auch nichts weitergeben.“ Daher ist eine der Kernforderungen der Initiative, dass das Wissen um die Arten in der Lehrerausbildung wieder mehr Raum erhält.
„Es kann nicht sein, dass die Schüler im Bio-Unterricht zwar den Zitronensäurezyklus auswendig lernen, aber nicht, wie man einen Spatz von einem Buchfink unterscheidet. Das ist nach wie vor das unverzichtbare Einmaleins der Ökologie“, sagt Bronner. Dafür bedürfe es auch einer Änderung der Bildungspläne. „Wie man in Mathe nicht am Dreisatz vorbeikommt, darf man in Bio nicht ohne grundlegendes Artenwissen bleiben.“

Vorhaben der „Initiative Artenkenntnis“

Konkret hat sich der LNV mit der „Initiative Artenkenntnis“ zum Ziel gesetzt, das Artenwissen in einem breiten Netzwerk voranzubringen. Auf der Agenda steht unter anderem eine intensive Lobbyarbeit: Hochschulen sollen der klassischen Biologie wieder mehr Raum einräumen, etwa mit Bestimmungsübungen und entsprechenden Professuren. In der Lehrerfortbildung sollen Artenkenntnisse vermittelt werden. Eine neue Informationsplattform soll zukünftig die Bildungsangebote zum Artenwissen bündeln und so für alle Interessierten zugänglich machen.

Jetzt gestartet: Youth in Nature

Ein erstes Angebot für neugierige Jugendliche hat der LNV ebenfalls heute gestartet:
„Youth in Nature“. Ziel dieses vom Land geförderten Projektes ist es, dass Jugendliche ein oder zwei Jahre lang in festen Gruppen immer wieder gemeinsam in die Natur gehen. Auf den ein- und zweitägigen Exkursionen erforschen sie zusammen mit Artenkennerinnen und -kennern, welche Arten dort leben, wie man Tiere beobachtet und bestimmt und wie Forschungseinrichtungen, naturkundliche Museen und Naturschutzzentren arbeiten. „Wir bedanken uns bei der Landtagsfraktion der Grünen, auf deren Initiative das Projekt zurückgeht und die es erfolgreich in die Haushaltsberatungen des Landes eingebracht hat“, sagte Bronner. Interessierte Jugendliche können sich ab sofort um einen Platz bewerben. Projektgruppen wird es in den Großräumen Stuttgart, Tübingen, Freiburg und Karlsruhe sowie am Bodensee geben.

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Hintergrundpapier zur Initiative Artenkenntnis
10-Punkte-Programm zur Förderung der Artenkenntnis